Ein Tagesausflug von Wien nach Bratislava

Aktualisiert: vor 1 Tag


Die Burg Bratislava ist das bekannteste Wahrzeichen der slowakischen Hauptstadt.


Bratislava und Wien sind jene beiden europäischen Hauptstädte, die am nächsten beieinander liegen. Mit nur etwas über 50 Kilometer Entfernung lohnt sich ein Tagesausflug in die jeweils andere Stadt auf jeden Fall. Man sollte dabei nur beachten, dass die Sehenswürdigkeiten Wiens, aufgrund seiner Größe, an einem Tag nur angekratzt werden können. Bratislava und Wien werden auch als Twin Cities (Zwillingsstädte) bezeichnet und bilden den Mittelpunkt der Europaregion Centrope.


Da wir in Wien wohnen, haben wir einen Ausflug in die Slowakische Hauptstadt gemacht. Außer auf dem Flughafen, waren wir noch nie in der Stadt im Drei-Länder-Eck von Ungarn, Österreich und der Slowakei. Bratislava, oder auch „Pressburg“, wie man früher auf Deutsch sagte, ist somit die einzige Hauptstadt der Welt, die an mehr als einen Nachbarstaat grenzt. Als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist Bratislava Regierungssitz der Slowakei sowie kulturelles, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum des Landes. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Bratislava; auch auf dem Stadtwappen scheint eine fiktive Burg mit drei Türmen auf.


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Wir haben im August dieses Jahres einen geführten Ausflug in die slowakische Hauptstadt gebucht. Die Hinfahrt mit dem Reisebus startete um 9.00 bei der Wiener Staatsoper am Karlsplatz und dauerte keine Stunde. Danach folgte eine Gruppenführung durch die Altstadt, die von einer Reiseleiterin begleitet wurde. Da wir mit unseren Kindern (8 und 12) unterwegs waren, haben wir uns nach 20 Minuten von der Gruppe verabschiedet und sind unserer eigenen Wege gegangen. Die langen historischen Ausführungen haben unsere Kids etwas unruhig gemacht. Wir mussten lediglich um 17 Uhr beim ausgemachten Treffpunkt am Donauufer erscheinen, denn von dort startete unsere Rückfahrt mit dem Schnellboot Twin City Liner. Mit diesem modernen Katamaran wollten wir immer schon einmal fahren.


Mit dem Bus ging's von Wiener Karlsplatz ohne Zwischenstopp nach Brativlava.


Bei dem kurzen Teil der geführten Tour, den wir noch mitmachten, erfuhren wir einiges über die Geschichte der Stadt. Am 1. Januar 1968 wurde Bratislava formell zur Hauptstadt der Slowakei erklärt, die ab 1969 als Slowakische Sozialistische Republik bezeichnet wurde. Und auch wenn die Stadt nach dem Ende des dortigen Kommunismus beträchtlich modernisiert wurde, kann man bei einem Blick über die Donau noch etliche Plattenbauten aus dieser Zeit sehen. Alles in allem hat sich die 450.000 Einwohnerstadt aber zu einer modernen und ansehnlichen Metropole verwandelt.


Bevor wir uns die Altstadt angesehen haben, wollten wir den anstrengendsten Teil hinter uns bringen. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir auf die über der Stadt liegende Burg Bratislava gegangen. Der Ausblick über die Donau oder über den Martinsdom auf die Altstadt machen diese Anstrengung zu einem absoluten Muss, wenn man Bratislava besucht.


Das erste Wahrzeichen, dass man in Bratislava wahrscheinlich zu Gesicht bekommt ist die Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes. Sie ist die bekannteste der fünf Donaubrücken in der Stadt und verbindet den Stadtteil Petržalka mit der Altstadt. Eine besondere Attraktion ist das in 80 Meter Höhe befindliche Turmrestaurant auf dem 84,6 Meter hohen Pylon der Brücke. Das Gebilde wird von allen nur UFO genannt, was einerseits an der ungewöhnlichen Optik, andererseits aber auch an den astronomischen Preisen liegen kann.



Die Burg, das Wahrzeichen der Stadt, liegt westlich der Altstadt auf einem Felsen 85 Meter über der Donau. Der Burghügel war Kern einer befestigten Siedlung der Slawen sowie später ein bedeutendes Zentrum des Großmährischen Reiches. Eine erste Steinburg gab es hier bereits im 10. Jahrhundert. Kaiser Sigismund von Luxemburg ließ die Burg um 1430 zu einer Festung im gotischen Stil ausbauen. Um 1650 erhielt die Burg ihr heutiges barockes Aussehen. Im Mai 1811 brannte sie bis auf die Grundmauern nieder. Erst 1953 begann der Wiederaufbau, der erst 1968 fertiggestellt wurde. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts dient sie als Museum und für repräsentative Zwecke.


Ein Besuch der über der Stadt gelegenen Burg gehört in Bratislava einfach dazu.


Ein Spaziergang durch den umliegenden Park inkl. kleiner Jause und ein Besuch des Kinderspielplatzes hat uns Eltern wieder Energie für den „Abstieg“ verschafft. Beim Martinsdom sind wir schließlich wieder in die Altstadt eingebogen. Das Zentrum von Bratislava wird als Staré Mesto (Altstadt) bezeichnet. Diese umfasst den historischen Stadtkern und die angrenzenden Viertel, die im Mittelalter ihre unmittelbaren Vorstädte bildeten. Eines der wichtigsen Symbole Bratislavas ist der Michaeler Turm. Von den ursprünglichen vier Stadttoren, durch die man in die befestigte mittelalterliche Stadt kam, blieb bis heute nur das Tor im Michaeler Turm erhalten. Unterhalb davon befindet sich der Kilometernullpunkt, von dem die Entfernungen in verschiedene Weltstädte zu finden sind. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Zichy Palais, das barocke Pálffy Palais und natürlich der bereits erwähnte St. Martinsdom – die größte und älteste Bratislavaer Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Der Dom des Hl. Martin in den Jahren 1563 bis 1830 auch Krönungskirche.


Einer der belebtesten Orte in der Altstadt ist die Kreuzung Rybárska brána mit den Straßen Panská und Laurinská ulica. Die Leute genießen hier das lebendige Flair und hören den Straßenmusikanten zu. Ein beliebtes Fotomotiv ist die Skulptur des Čumil (Tschumil). Am Hauptplatz könnte man so gut wie jedes Gebäude fotografieren. Am dominantesten ist jedoch das Alte Rathaus. Darin finden immer wieder Ausstellungen statt.


Wenn man schon in der Altstadt von Bratislava ist, sollte man auch ein Draught Beer trinken.


Nach einem kühlen Bier vom Fass in einem der zahlreichen und recht preiswerten Lokale in der Altstadt, sind wir mit Kindern zu Blauen Kirche spaziert. Auf dem Weg dorthin sind wir bei einem Gummiparadies vorbeigekommen (und damit meine ich kein Kondomgeschäft). Das Süßwarengeschäft „Pirate Candy“ in der Laurinská ist der absolute Hammer. Der Shop selbst ist nicht riesig, bietet aber eine unglaubliche Auswahl an Gummizeug in den abgefahrensten Forme wie Zähne, Augen oder Riesenbananen an. Hier kommen nicht nur Kinder auf ihre Kosten. Naschkatzen sollten sich dieses Geschäft auf keinen Fall entgehen lassen.


Bei "Pirate Candy" gibt es Gummizeug und Süßwaren bis zum Umfallen. Irre!


Unter Zuckerschock marschierten wir schließlich zur Sankt-Elisabeth-Kirche, die unter ihrem Zweiten Namen viel bekannter ist: Die blaue Kirche. Dieses wunderbare Fotomotiv hat seinen Namen aufgrund des hervorstechend blauen Majolikamosaiks. Die einschiffige Kirche wurde von 1909 bis 1913 nach Plänen von Ödön Lechner im Sezessionsstil erbaut und ist auf jeden Fall einen kurzen Besuch wert.



Wer die Farbe der "Blauen Kirche" errät, darf sich sich die Haare blau färben.


Nach dem religiösen Zwischenstopp machten wir uns schließlich auf den Weg in das moderne Stadtviertel Nivy. Hier wollten wir uns das Einkaufszentrum Eurovea ansehen, das zwischen modernen Gebäuden am Donauufer liegt. Nach einem zugebenermaßen mittelmäßigen Essen in der Shoppingmall haben wir es uns auf dem schönen Rasenstreifen an der Donau gemütlich gemacht und die vorbeifahrenden Boote beobachtet. Hier trifft sich Jung und Alt zum Entspannen, es gibt einige nette Cafés in denen man wunderbar entspannen kann. Dieser Teil von Bratislava hat dem Ausflug noch den letzten Schliff verpasst.


Im Einkaufszentrum Eurovea kann man gut shoppen und essen gehen.


Am Donauufer hinter der Shoppingmall kann man bei Schönwetter toll entspannen.


Von dort, sind wir dann direkt zur An- und Ablegestelle des Twin City Liners gegangen. Die Entscheidung mit dem flotten Katamaran nach Wien zurückzufahren, war absolut richtig. Bei der spritzigen Fahrt entlang der Donau bekommt man wunderschöne Plätze zu Gesicht, die man sonst nur schwer zu sehen bekommen würde. Die Sandbänke, an denen man vorbeifährt, machen Lust auf einen Tag am Strand. An Bord des Schiffes kann bekommt man Getränke und Snacks und wir empfehlen bei einem Glas Wein oder „G’spritzn“ auf diesen gelungenen Ausflug anzustoßen. Der Sonnenuntergang den wir am Schnellboot beobachten konnten, war noch ein weiteres Highlight dieses tollen Tages.


Die Rückfahrt mit dem Twin City Liner zeigte uns die Donau aus einer ganz neuen Sicht.


An der Anlegestelle am Schwedenplatz im Wiener Zentrum haben wir den Twin City Liner schließlich verlassen. Er hat uns nicht zum letzten Mal gesehen.


Wir freuen uns auf dein Feedback und sind für regen Austausch offen. Du würdest selber auch gerne Reisen oder bist oft unterwegs und hast eine Frage: Schreibe uns oder hinterlasse ein Kommentar. Auch wenn du Reisetipps für uns hast, freuen wir uns über deine Nachricht.


Liebe Grüße,

Steffi, Max und die Kids

(Autor dieses Blogs: Max)


Shopping-Tipps für Bratislava


Reise Know-How Bratislava

Dieser aktuelle Stadtführer ist der ideale Begleiter, um alle Seiten der slowakischen Hauptstadt selbstständig zu entdecken:

- Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt sowie weniger bekannte Attraktionen und Viertel ausführlich vorgestellt und bewertet

- Faszinierende Architektur zwischen Jugendstil-Prachtbauten und mittelalterlichen Kleinoden

- Abwechslungsreicher Stadtspaziergang

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- Ausflüge in die Kleinen Karpaten und ins österreichische Grenzgebiet

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