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Mit der Familie durch Florida – der zweite Teil unserer Rundreise

Aktualisiert: 6. Dez. 2022


Am Strand von Fort Myers kann man es sich so richtig gut gehen lassen.


Die ersten 10 Tage unserer Florida-Rundreise sind um, und es waren Tage voll neuer Eindrücke für unsere beiden Kinder und uns. Florida ist unglaublich gepflegt, in vielen Ecken unglaublich reich und überall unglaublich heiß. Das mit dem Reichtum hat uns beschäftigt. In manchen Gegenden reiht sich Millionärsvilla an Millionärsvilla und man fragt sich, wie es überhaupt so viele Reiche und Superreiche geben kann. In die Gegend der "Poor" kommt man als Tourist selten. Das Leben in den USA ist hart, wenn man nicht genügend Geld hat, aber mit dem richtigen Kontostand kann man hier ein Leben wie im Paradies führen. Die Menschen können hier ja nicht alle auf Pump leben, oder doch?


Viele Residenzen der gut Betuchten sind alles andere als dezent. Es beginnt schon bei den Einfahrten, die an große 5-Sterne-Hotels erinnern. Vor den Häusern sind Gärten, die von den besten Landschaftsgärtnern zu grünen Kunstwerken umgestaltet wurden und die Häuser hätten auch einem Ludwig XVI gefallen – Säulen, Statuen und Springbrunnen feiern ein nicht immer ästhetisches Nebeneinander. Wie gern wäre ich einmal in so eine Bude hineinmarschiert und hätte gesagt: "Hier bin ich, wo ist der Pool und her mit den Cocktails!" Aber ganz ehrlich: Leben möchte ich so nicht. Es ist zu viel des Guten.


Nach fünf Nächten auf den Keys, die sehr entspannend waren, aber überraschenderweise die erwarteten Traumstrände vermissen ließen, ging es ab nach Miami. Leider hat sich das Smartphone meiner Frau verabschiedet, es war einfach nicht mehr einzuschalten, und wir fuhren in eines der größeren Einkaufszentren. Im hiesigen Samsung-Shop wurden wir fündig und besorgten uns ein neues Telefon. Huawei fanden wir in den USA leider keines. Die Preise dafür sind nicht mehr wirklich niedriger als bei uns. Es war allerdings ein Erlebnis, einmal durch eine US-amerikanische Mall zu spazieren.


Schon beim Eingang mussten wir uns wundern. Dort gab es „Tablet Strollers“ – spezielle Einkaufswägen für Kinder, jedes mit einem eigenem, integrierten Tablet. Es wäre doch furchtbar, wenn die Kids das Einkaufsvergnügen stören, also ab vor den Bildschirm mit den lästigen Rackern. Interessante Taktik, wie wir fanden, aber nichts für uns. Unser Nachwuchs muss auf dem herkömmlichen Weg durch die Dolphin Mall schlendern: Zu Fuß. Immerhin hatten wir uns dort alle ein wunderbares Mittagessen am Food-Plaza der Mall verdient. Hier drängten sich die verschiedenen Lokale nebeneinander und jeder konnte das essen was er wollte, egal ob Mexikanisch, Asiatisch, BBQ oder klassisches Fast Food. Es war sogar ausgesprochen günstig, für Florida.


Schräg: Bei den Tablet Trollers in der Dolphin Mall, hat jedes Kind sein eigenes Tablet.


Beim Verlassen der Mall habe ich mich als alter Serienjunkie sehr gefreut: Vor dem Parkplatz fuhr ein Auto mit der Aufschrift „Crime Scene Investigation“ vorbei – ausgerechnet in Miami. Ich wollte noch warten ob Horatio vorbeikommt, aber meine Frau wollte ins Hotel.

Unsere Unterkunft haben wir ein paar Tage vor Ankunft umgebucht. Wir hatten ursprünglich das Hampton Inn by Hilton Miami-Coconut Groves gebucht, bekamen aber 5 Tage vor dem Einchecken ein E-Mail, in dem wir auf die recht strengen Corona-Regeln hingewiesen wurden: Unpersönlicher Check-In, Personal trägt immer Masken und auch die Gäste werden aufgefordert dies freiwillig zu tun. Wir sind keine Corona-Leugner, aber im Urlaub wollten wir das wirklich nicht, also haben wir (dank booking.com kostenlos) storniert. In Wien gibt es ohnehin Regeln genug. Schließlich entschieden wir uns nach zahlreichen Tipps aus den Onlineforen für das RIU Plaza Miami Beach. Wir buchten kurzfristig zwei Nächte im günstigsten Zimmer mit Frühstück für vier.


Sehr angenehmes Ambiente im RIU Plaza Miami Beach (solange der Aufzug funktioniert).


Die Hotelkette RIU ist weltweit vertreten und für guten Standard bekannt und deshalb freuten wir uns sehr über unsere Entscheidung, vor allem, weil es direkt am Strand lag und ein hervorragendes Frühstücksbuffet haben sollte. Die Fahrt durch Miami zum Hotel war etwas langwierig, dafür war der Empfang umso besser. Die große Hotelhalle war ein netter Kontrast zu den kleineren Unterkünften, die wir sonst immer buchten. Das Zimmer war allerdings eher eine Enttäuschung. Die Waschmuschel war im Vorzimmer (also nicht im Bad?!), die Badezimmertür war aus Milchglas (das mag ich nicht) und konnte nicht verschlossen werden und jeder Duschgang überschwemmte das gesamte Badezimmer und Teile des Vorzimmers. Egal, dafür war der Rest des Hotels fein – wir wollen hier ja nicht auf hohem Niveau jammern. Das Frühstück war wirklich der Hit. Gar nicht gut für meinen ohnehin zu drallen Körper, aber wir hatten ja Urlaub.


Am ersten Abend zeigte unser Sohn Anzeichen eines Sonnenstichs, oder eines Infekts. Ihm ging es gar nicht gut und er wollte nur schlafen. Er sagte, wir sollen für ihn über den Ocean Drive spazieren und Fotos für ihn machen. Wir besorgten ihm ein Käsesandwich im Hotelshop, ließen ein Handy bei ihm und gingen mit schlechtem Gewissen spazieren.

Länger als eineinhalb Stunden wollten wir ohnehin nicht unterwegs sein.


Miami Beach hat Flair. Die bunte Stadt am Wasser hat selbst nur rund 450.000 Einwohner (die Metropol-Region hat über 6 Millionen) und ist nach Jacksonville die zweitgrößte Stadt Floridas. Mehr als die Hälfte der Einwohner spricht Spanisch. Das Miami Seaquarium auf Virginia Key und das kubanische Viertel Little Havana sind die größten Touristenattraktionen Miamis. Der Ocean Drive ist die wohl bekannteste Straße in South Beach, dem südlichen Teil der Stadt. Der Stil der Stromlinien-Moderne entwickelte sich aus dem Art-déco-Stil und dominiert im Wesentlichen den Ocean Drive. Besonders bekannt ist der Abschnitt zwischen der 5. und 14. Straße, wo sich der Lummus-Park befindet der in den Sandstrand von Miami Beach übergeht. Die Stimmung hier ist außergewöhnlich – hier will man sehen und gesehen werden, was auch die besonders hohe Dichte an hochpreisigen PS-Boliden zeigt.


Miami Beach macht seinem Namen alle Ehre. Wir sind etwas traurig weitergefahren.


Die abendliche Hitze bei diesem Spaziergang machte uns zu schaffen, weshalb wir recht schnell wieder in unser klimatisiertes Hotelzimmer zurück spazierten. Wir wollten auch nachsehen, wie es unserem Buben geht. Wie sich herausstellte, nicht so gut. Er hatte offenbar Fieber und war etwas verwirrt, also ging ich noch mal hinaus und suchte im bereits dunklen Miami eine Apotheke. Nach einem 20-minütigen Fußmarsch wurde ich fündig und besorgte ein fiebersenkendes Mittel. Am nächsten Morgen war der Spuk zum Glück vorbei und es ging im wieder besser. So einen Tag hatte er noch auf jeder Reise.


Für den nächsten Tag hatten wir eine kombinierte Bus- und Bootsfahrt durch Miami gebucht. Wir wollten uns die Stadt, inkl. Little Havana und dem Künstlerviertel ansehen, und eine Tour zu den Promivillen vor Miami machen. Besonders der zweite Teil wird uns in Erinnerung bleiben, denn wir sahen unter anderem die Villen von Silvester Stallone, Puff Daddy, Shakira, Jackie Chan, Julio Iglesias, den Beckhams, Ricky Martin und die Villa in der Scarface gedreht wurde. Das teuerste Anwesen gehört allerdings dem Erfinder des Viagras. Die Stehauf-Pille hat wohl richtig viel Kohle eingebracht. Sex sells, auch in der Pharma-Industrie.


Hohe Häuser und unglaublich teure und protzige Promivillen - das ist Miami.


Schließlich passierten wir auch die Insel des reichsten Mannes der Welt: Elon Musk. Der exzentrische Multimilliardär wohnt dort allerdings nicht selbst (ich denke ohnehin, er lebt in seinem Büro), sondern hat dort eine Wohnanlage für reiche Menschen errichten lassen. Die Insel ist nur per Boot erreichbar und bietet jeden Luxus, den man sich vorstellen kann. Wer dort wohnen möchte, braucht allerdings das nötige Kleingeld. Allein um auf die Warteliste zu kommen, muss man mal 250.000 Dollar aus der Portokasse nehmen. Ich habe sofort unseren Kontostand kontrolliert und die Rückflugtickets nicht storniert. Es ging sich knapp nicht aus.


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Am zweiten Abend haben wir uns mit einem wunderbaren Strandspaziergang von Miami verabschiedet. Der breite Strand mit seinen bekannten Lifeguard-Hütten hat uns begeistert. Er liegt nicht direkt an der Straße und ist selbst am Abend ein Treffpunkt für junge Leute und Familien, die hier einfach eine schöne Zeit verbringen. Hier hätten wir es auch länger ausgehalten.


Am darauffolgenden Tag mussten wir das RIU Plaza Miami verlassen. Im Zick-Zack fuhren wir auf den Tamiami-Trail, die alte US 41 führt direkt von Miami nach Naples mitten durch die Glades. Diese über viele Meilen scheinbar mit dem Lineal gezogene Straße ist allein schon einen Ausflug wert. Sie führte uns direkt zu unserer nächsten Unterkunft, dem Port of the Island Everglade Adventure Resort.



Am Weg in die Everglades machten wir einen Halt im Big Cypress Oasis Visitor Center.


Links und rechts der Straße kann man direkt in einen der bekanntesten Nationalparks blicken. Hier sahen wir auch den ersten freilebenden Alligator. Er querte seelenruhig die Straße und ich musste ziemlich abrupt bremsen. Großartig. Vorbei an mehreren Tour-Anbietern und Campgrounds sowie der Auffahrt zur Loop Road der Cypress Big National Preserve. Diese rund 2-stündige Rundfahrt mit dem Auto wollten wir auf jeden Fall noch machen, doch davor machten wir beim Big Cypress Oasis Vistor Center Halt, informierten uns über die nähere Umgebung und spazierten einen kurzen Holz-Trail vor und zurück. Hier kann man auch umsonst auf die Toilette gehen. Immer ein guter Tipp in den USA, wo öffentliche Toiletten Seltenheitswert haben.


Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt kamen wir bei unserer nächsten Unterkunft an. Das Port of the Island Everglade Adventure Resort ist ein künstlich angelegter Hafen, der ursprünglich zum Fischen errichtet wurde. Inzwischen ist er zu einer Ferienresidenz für Amerikaner aus dem ganzen Land geworden. Etliche davon verbringen hier in der Einöde ihre Rente. Hier gibt es auch immer nette Häuser an den weit verzweigten Kanälen zu erstehen, aber die Hauspreise sind in den letzten Jahren, wie fast überall stark gestiegen, wie uns erzählt wurde.


In diesem „Resort“ war es von Beginn an sehr ruhig. Die große Empfangshalle des Hotels hat mich überrascht. Die Anlage dürfte vor allem bei Langzeiturlaubern sehr beliebt sein, sie hat einen für Florida angenehm kühlen Pool, eine Laundry, ein Restaurant mit Karaoke und etliche Warnschilder vor den herumstreichenden Schwarzbären. Ja genau, in Everglades gibt es neben Alligatoren, Panthern auch ziemlich beeindruckende Bären. Das hat uns alle sehr überrascht.


Das Hotelzimmer war relativ dunkel und die kleine Küche war nicht gut ausgestattet, aber der Pool und die Ausflugsmöglichkeiten haben das wieder wett gemacht. Leider wurde uns der Betrag für das Zimmer doppelt abgebucht und wir haben es erst 6 Wochen später und nach mehrmaliger Intervention danach zurückbekommen. Eines der wenigen Ärgernisse dieser Reise.


Die Anlage des Port war groß, sehr gepflegt und der Pool war vergleichsweise kühl.


Ganz oben auf unserer „To Do-Liste“ standen eine Airboat-Tour und die Suche nach Manatees! Nach unserem Delphin-Abenteuer wollten wir unbedingt auch ein paar der großen aber friedvollen Seekühe besuchen. Am ersten Nachmittag fuhren wir allerdings nach Everglades City und machten bei Captain Jack eine Airboat Tour. Obwohl ich fast von einem ins Wasser stehenden Baum aufgespießt wurde (der Fahrer hat mich gerade noch gerettet), war die Fahrt durch die Kanäle der Everglades ein Erlebnis. Muss man machen, wenn man hier ist.


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Nach der glücklichen Bootstour fuhren wir die Straße durch den verschlafenen Everglades-Ort weiter bis Chokoloskee. Hier ist man mitten im Nirgendwo und kann sich Füchsen und Hasen beim Gute-Nacht-Sagen anschließen. Die Stimmung hier ist einzigartig, das muss man sagen. Die Einheimischen hier wirken allerdings, als ob sie nicht oft Besucher aus dem Ausland hätten. I'm an alien, I'm a legal alien ....


Drei Ausflüge: Airboat Tour, Manatee-Suche in den Kanälen und Road Loop Fahrt. Toll!


Wieder im Hotel angekommen, besuchten wir das einzige Restaurant der Gegend in unserem Resort. Das Essen dort war schwer in Ordnung und durch die Karaoke-Nummern der hiesigen Stammgäste, kamen wir uns ein bisschen vor wie in einem schrägen Roadmovie. Genau das sind die Momente, die wir am Reisen so lieben. Momente, die man nie vergisst.


Für den nächsten Vormittag hatten wir eine Manatee-Bootstour gebucht. Unser Guide war ein Pensionist, der sich durch die Touren etwas dazuverdient. Er freut sich über zusätzliches Trinkgeld und das hat er sich auch redlich verdient, denn er hat uns auf der einstündigen Tour sehr gut unterhalten und uns über die friedliebenden Tiere aufgeklärt. Da Manatees von den Schiffsschrauben oft verletzt werden, haben die Boote vorne am Bug einen alternativen Elektroantrieb, der die Tiere nicht verletzen kann. Sowas finden wir natürlich immer gut. Nur Manatees sahen wir an diesem Tag keine. Unser Tourguide gab uns den Tipp, in der Zentrale anzurufen, dann würden wir am nächsten Tag noch eine Gratistour bekommen. Sehr fein.


Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Noch bevor wir uns Richtung Loop Road aufmachten, buchten wir für unseren Weiterreisetag noch eine Manatee-Tour.

Die Stichstraße ist eine 27 Meilen lange Streck durch Zwergzypressenwälder, Kiefernwälder, Hartholz-Hängematten und einige der meistfotografierten Landschaften im Naturschutzgebiet Everglades. Die Strecke erinnerte uns fast ein bisschen an unsere Reisen durch Südafrika, denn wir konnten etliche Vögel und Alligatoren am Straßenrand beobachten. Für diesen Ausflug sollte man sich aber gute zwei Stunden Zeit nehmen. Den Rest des Tages verbrachten wir am und vor allem im Pool.





Am nächsten Morgen packten wir wieder einmal unsere Koffer. Wir hatten noch zwei weitere Stationen in Florida vor uns. Nächstes Ziel: Fort Myers. Doch zuerst mussten wir unsere zweite Manatee-Tour absolvieren. Auch diesmal schien es erst so, als würden uns die knuffigen Seekühe aus dem Weg gehen bzw. schwimmen, doch dann machten wir in einem schmalen Seitenarm einen Volltreffer und stießen auf eine Gruppe von acht oder neun Tieren, die wir eine Zeit lang begleiteten. Es war toll. Ein Dank an die Manatee Sightseeing and Wildlife Adventure für diese Möglichkeit.


Auf an die Küste von Fort Myers. Die Region um Fort Myers und Sanibel Island an Floridas Südwestküste ist ein echtes Naturparadies. Hier leben exotische Wildtiere, hier kann man durch Mangrovenwäldern spazieren und durch Wasserwege paddeln, aber auch Golf spielen und wunderbar Fahrrad fahren. Im Küstenbereich kann man Meeresschildkröten, Seekühe und Delphine beobachten und auf den, unserer Meinung nach, schönsten Stränden Floridas entspannen.


Wir hatten die vielversprechende Unterkunft Tiki on the Beach gebucht, die wir vor zwei Jahren bereits einmal reserviert hatten, aber wegen der Pandemie stornieren mussten. Das gemütliche Appartement-Resort bietet Zimmer mit Meer- oder Hofblick und großartig ausgestatteter Küche. Das Tiki liegt direkt am weißsandigen Strand und wir haben uns sofort verliebt. Hier könnten wir es auch länger aushalten, als fünf Nächte. Übrigens unser längster Aufenthalt der gesamten Reise.


Das "Tiki on the Beach" war in ganz Florida unsere Lieblingsunterkunft - direkt am Strand.


Vom ersten Abend an, haben wir es uns zur Tradition gemacht, den Sonnenuntergang mit einem Drink zu feiern. Diese „Praxis“ haben wir als „Sundowner“ in Südafrika kennen- und lieben gelernt. Die Sonnenuntergänge hier waren fantastisch. Wenn dann im Hintergrund auch noch ein Unwetter vorbeizieht, sich vorne zwei Regenbögen gegenseitig übertrumpfen und schließlich noch eine Gruppe Delphine 50 Meter vom Strand entfernt „vorbeihüpft“, kann man das ganze getrost megakitschig nennen. Genau so war es, inkl. Gänsehautgarantie.

Von hier aus besuchten wir die 30 Minuten entfernten Inseln Sanibel und Captiva Island. Und hier geht der Kitsch weiter. Fährt man über die Brücken zu den Inseln (Vorsicht Mautstraße), landet man in einem echten Tropenparadies. Mit dem Auto ist man hier allerdings nicht sehr gut unterwegs und es empfiehlt sich hier ein Rad auszuborgen. Erstens kann man das Auto beim Radverleih umsonst abstellen (die Parkgebühren sind hier teilweise enorm), da es keine öffentlichen Parkplätze gibt, und zweitens sind die Inseln viel besser mit dem Rad zu erkunden. Es gibt ein gut ausgebautes Fahrradwegenetz.


Mit den Rädern besuchten wir den Ding Darling Wildlife Park. Hier gibt es ein tolles, klimatisiertes Info- und Besucher-Center, man kann eine Tram-Tour machen und die Radtour durch die wunderbare Naturlandschaft ist ein echter Traum. Man darf nur nicht vergessen, dass es hier im Sommer brütend heiß ist. Für uns war dieser Tag einer der schönsten auf der gesamten Reise und wir haben uns gesagt: Falls wir wieder einmal in diese Gegend kommen, werden wir eine Unterkunft auf einer der beiden Inseln buchen.

Hier ein paar Eindrücke aus Fort Myers. Da will man eigentlich gleich wieder zurück.


An einem anderen Tag haben wir mit den Kindern den Sun Splash Waterpark in Cape Coral besucht. Ein recht teurer aber unterhaltsamer Spaß für die ganze Familie, auch wenn er durch ein aufziehendes Unterwetter jäh abgebrochen wurde. Uns Eltern hat es besonders der Lazy River angetan. Genau das Richtige zum Entspannen. Die Verabschiedung von Fort Myers und dem Tiki on the beach fiel uns allen sehr schwer.


Der Sun Splash Wasserpark war jedenfalls ein Highlight für unsere beiden Kinder.


Unser letzter Stopp war in Bradenton. Die 55.000-Einwohner-Stadt grenzt im Norden an Palmetto und liegt etwa 60 km südlich von Tampa. Auch hier hatten wir ebenfalls ein „Full Condo“, also ein voll ausgestattetes Appartement gebucht, diesmal allerdings nicht am Strand, sondern etwas im Landesinneren gelegen, in der Anlage Shorewalk Full Condo Lake View, mit mehreren Teichen, Sportplätzen und zwei Pools. Hier war der Check-In besonders einfach. Wir bekamen die Wegbeschreibung, die Zimmernummer und den Code für den Schlüsselsafe per E-Mail und hatten nie Kontakt mit dem Personal.


Aus Bradenton haben wir auch das Rail Road Museum und den Myakka River State Park besucht. Der hohe Holzturm war etwas gewöhnungsbedürftig.


Das Appartement selber hat uns umgehauen: Fast 100 Quadratmeter mit 2 Badezimmern, Extra-Kinderzimmer, Waschmaschine plus Trockner, wunderschöner Küche mit Durchreiche zum Wohnbereich und Blick auf einen schönen Teich. Wir haben uns hier sofort wie zu Hause gefühlt und das Preis-Leistungs-Verhältnis war ein Traum.


In der Nähe unseres super ausgestatteten Appartements gab es auch einen Hofer, äh Aldi.


Gleich bei unserem Einzug in das Appartement, hat uns ein hungriger Enterich begrüßt, der an der Terrassentür nach Futter bettelte. Wir glauben, der aufdringliche kleine Kerl muss im vorigen Leben ein Labrador gewesen sein. Zu Fuß vom Appartement gab es einen Aldi und einen Publix-Supermarkt, für unsere Versorgung war also gesorgt. Ich besorgte versuchsweise eine Packung Pancakemix und bereitete jeden Morgen frische Pancakes zu. Gut für die Kinder, schlecht für mein Gewicht.


Vor hier aus erkundeten wir mehrere wunderschöne Strände (auch hier muss man sich auf eine längere Parkplatzsuche vorbereiten), das Rail Road Museum , den großartigen Myakka River State Park und besuchten das Dali-Museum in St. Petersburg. Selbst für die Kinder war die Ausstellung des weltbekannten Malers ein Erlebnis. Am Bradenton Beach hatten wir dann sogar noch näheren Kontakt mit einer Gruppe Manatees. Die Tiere haben sogar ein paar Schwimmer mit der großen Nase angestupst. Es war unglaublich.


Bei der Rückfahrt von St. Petersburg lotste uns das Navi durch eine Wohngegend der unteren Mittelschicht – auch das war sehr interessant zu sehen. Unseren letzten Tag in Florida verbrachten wir wieder am Strand. Hier haben wir uns, wie auf jeder Reise, intensiv vom Meer verabschiedet. Da wussten wir noch nicht, das uns der Zufall noch an einen anderen, überraschend schönen Strand bringen würde.


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Das Dali-Museum in St. Petersburg hat sogar unsere Kinder richtig beeindruckt.


Zu allen, die überlegen eine Rundreise durch den Sunshine State Florida zu machen, kann ich nur sagen: Wenn ihr etwas Geld auf der hohen Kante habt, dann tut es. In Florida wird es nie langweilig und wir haben nicht einmal ansatzweise alles gesehen. Auch wenn es teilweise unglaublich heiß war, können wir verstehen, warum viele Rentner ihren Lebensabend in Florida verbringen. Hier muss man wirklich nichts missen. Es könnte durchaus sein, dass wir wiederkommen.


An unserem letzten Tag in Florida haben wir uns ausgiebig vom Meer verabschiedet.



Wir freuen uns auf euer Feedback und sind für regen Austausch offen. Du willst auch Reisen und bist gerne und oft unterwegs und hast eine Frage, schreibe uns und kommentiere einfach.

Liebe Grüße,

Steffi, Max und die Kids

(Autor dieses Blogs: Max)


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